Schwarzkümmelöl Hund und Katze

Wirkung, Anwendung, Dosierung

Schwarzkümmelöl (auch als Nigella Sativa bekannt) wird nachgesagt, dass es viele positive Eigenschaften für den Menschen besitzt.

Die Anwendung von Schwarzkümmelöl – sowohl äußerlich als auch im inneren des Körpers. Kann viele Beschwerden und Wehwehchen die im Laufe eines Lebens auftreten lindern.

  • Rheuma
  • Entzündungen
  • Besseres Immunsystem
  • Geringerer Blutdruck
  • Wirkung gegen Akne

Und vieles mehr…

 

Was Herrchen und Frauchen gut tut, kann in vielen Fällen auch für Haustiere wie Hunde positive Auswirkungen haben. Wir zeigen Ihnen daher hier, wie Sie Schwarzkümmelöl anwenden können, um die Lebensqualität Ihres Hundes zu heben.

 

Vorsicht!

Das gilt nicht für Katzen, da ihnen ein Enzym fehlt, welches die Terpene, also die sekundären Pflanzenstoffen, nicht richtig abbauen kann. Terpene machen beispielsweise einen Großteil der ätherischen Öle aus und können somit absolutes Gift für die Katze sein. Im schlimmsten Fall kann eine Katze daran sterben.

Wirkung und Anwendung

Gegen Entzündungen 

Schwarzkümmelöl ist vor allem für seine desinfizierende Wirkung bekannt. Dadurch eignet es sich ausgezeichnet für die Behandlung von Wunden, Ekzemen und Entzündungen, da es Bakterien und Pilze an der betroffenen Stelle abtötet.

Auch kleine Verletzungen heilen durch die Behandlung viel schneller ab. Bei bekannten Entzündungen oder Ekzemen sollten die betroffenen Stellen direkt mit dem Öl behandelt werden. Wir empfehlen die Behandlung mit Schwarzkümmelöl mit dem Tierarzt abzusprechen.

Bei größeren Verletzungen oder hartnäckigen Entzündungen können womöglich weitere Maßnahmen erforderlich sein.

Ansonsten empfiehlt sich prophylaktisch die Fellpflege des Hundes mit Schwarzkümmelöl. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

 

Für die Fellpflege beim Hund 

Wenn Sie das Fell Ihres Haustieres mit Schwarzkümmelöl pflegen wollen, müssen Sie einfach nur ein paar Tropfen des Öls auf die Hundebürste tröpfeln. Behandeln Sie das Fell des Hundes zumindest ein Mal pro Woche mit Schwarzkümmelöl.

Sie werden sehen, dass das Fell geschmeidiger und seidiger wird. Ihren Vierbeiner können Sie nun auf einen Beauty-Contest schicken. Entzündungen und Ekzemen wird ebenfalls entgegengewirkt.

 

Bei Arthritis des Hundes

Auch bei arthritischen und rheumatischen Erkrankungen des Hundes (oder auch der Katze) soll Schwarzkümmelöl helfen. Durch diese Erkrankungen leiden die Tiere an Schmerzen der Gelenke. Die Bewegung wird zur Qual, so dass das Tier seine letzten Lebensjahre  nicht genießen kann.

Schwarzkümmelöl hat eine schmerzlindernde Wirkung, wodurch die Gelenksbeschwerden gemildert werden können. Selbstverständlich ist die positive Wirkung des Öls gegen Arthritis- und Rheumabeschwerden auch beim Menschen zu beobachten.

 

Gegen Allergien des Hund

Nicht nur beim Menschen können Allergien auftreten, auch Hunde leiden mitunter unter allergischen Reaktionen. Das kann an Lebensmittelallergie liegen, die sich gegen einige Bestandteile des Hundefutters richtet, oder auch Ihren Ursprung in Milben oder Flöhen haben, die den Hund quälen.

Auch wenn das Schwarzkümmelöl nicht unbedingt die Ursachen beseitigen kann, ist es doch in der Lage die allergischen Beschwerden zu lindern. Das liegt an der Immnusystemfördernden Wirkung des Öls. Auch bewirkt Schwarzkümmelöl, dass die Ausschüttung von Histamine gebremst wird. Diese sind nämlich oft für allergische Reaktionen verantwortlich.

Gegen Zecken beim Hund

Zecken…Als Hundebesitzer wissen Sie sicher, dass diese Schmarotzer Hunde besonders gerne befallen. Anders als der Volksglaube behauptet, lassen sich Zecken übrigens nicht von Bäumen fallen. Sie lauern vielmehr im dichten Gras und im Unterholz in Bodennähe.

Ihre Wirte erkennen Sie durch die Körperwärme und durch die ausgeatmete Atemluft. Sobald Sie oder Ihr Haustier an einem Zecken vorbeigeht, versucht sich dieser an der Kleidung oder am Fell festzuhacken.

Ist er sicher am Körper gelandet, sucht er sich dann eine gut durchblutete dünnhäutige Stelle. Sehr oft saugen Sie sich dann im Brust oder Nackenbereich fest.

Auch dem Schwarzkümmelöl wird eine ähnliche Wirkung nachgesagt. Schwarzkümmelöl im Fell sowie als Zusatz im Wasser und Futter kann den Befall von Parasiten und Schmarotzern verhindern.

Damit es ist genauso wie Kokosöl eine gesunde und natürliche Alternative zu künstlichen Mitteln, die bei der Zeckenabwehr eingesetzt werden.

Bedenken Sie jedoch, dass es fast unmöglich ist den Befall von Zecken gänzlich zu verhindern, wenn Ihr Hund regelmäßig durch dichtes Gras und unterholz strawanzt.

Die Zecken in der freien Natur sind einfach zu zahlreich. Zumindest können Sie die Anzahl der Zecken im Hundefell etwas verringern und somit die Wahrscheinlichkeit senken, dass ihr Hund Opfer der tückischen Borreliose wird.

Auf jeden Fall sollten Sie das Fell Ihres Hundes (falls er ein Freigänger ist) ein Mal am Tag auf Zecken untersuchen. Sobald Sie einen Zeck bemerken, der sich am Körper eingehackt hat, müssen Sie Ihn sofort mit einer Pinzette entfernen.

Gegen Flöhe und Milben 

Ähnlich wie Zecken sind auch Flöhe oder Milben schlecht auf den Geruch des Schwarzkümmelöls zu sprechen. Behandeln Sie Ihren Hund regelmäßig mit dem Öl können Sie seine Lebensqualität oft immens verbessern.
Kaum ein Hund ist in seinem Hundeleben nicht mindestens ein Mal von Flöhen, Läusen oder Milben befallen.

Die rasche Entfernung dieser Parasiten hat auch einen hygienischen Vorteil für Sie, da Läuse und Flöhe gerne den Menschen befallen. Selbst der Hundefloh der evolutionär auf den Hund spezialisiert ist, kann Menschen heimsuchen, wenn grad kein vierbeiniger Wirt aufzufinden ist.

Abgesehen davon, dass ein Befall mit diesen Schmarotzertieren unangenehm ist, kann es in seltenen Fällen auch vorkommen, dass durch diese Tiere Krankheiten übertragen werden.

In der Vergangenheit wurde die Pest zum Beispiel auch durch Flöhe verbreitet. Zugegeben: In unseren Breiten müssen Sie keinen Pestbefall durch Flöhe fürchten, harmlosere Krankheiten können dennoch übertragen werden.

Klar, dass Sie daher alles unternehmen sollten, um diese Parasiten aus ihrer Wohnung fernzuhalten. Mit Schwarzkümmelöl haben Sie ein natürliches und gesundes Mittel, dass genau diesen Zweck erfüllt. Eine ähnliche Wirkung weißt übrigens auch das legendäre Kokosöl auf.

 

Dosierung

Gut, wir sehen, dass Schwarzkümmelöl in vielen Belangen dabei helfen kann, die Lebensqualität Ihres Vierbeiners zu verbessern. Doch in welcher Dosis sollte es verabreicht werden?

Bei der Fellpflege mit Schwarzkümmelöl müssen Sie nur einige wenige Tropfen auf Ihre Hundebürste geben. Ansonsten gilt die Faustregel, dass 1 mg Schwarzkümmelöl pro Tag und pro Kilo Körpergewicht verabreicht werden sollte. Grundsätzlich sollte eine höhere Dosis nicht gesundheitsschädlich sein. Besprechen Sie das jedoch mit dem Tierarzt.

 

In welcher Form können Sie Schwarzkümmelöl Ihren Hunden verabreichen?

Das ist ganz einfach: tröpfeln Sie das Öl ins Trinkwasser, verpacken Sie es in Hundekekse oder geben Sie es als Zusatz in das normale Hundefutter.

Ihre Hunde werden Ihnen dankbar sein.

Wer schreibt hier?

Herbert Havera

Autor und Schriftsteller im Bereich Gesundheit

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen.

Quellenangabe

Said Gharbyab, Hicham Harhar et al: Chemical investigation of Nigella sativa L. seed oil produced in Morocco. In: Journal of the Saudi Society of Agricultural Sciences. Volume 14, Issue 2, 2015, S. 172–177, doi:10.1016/j.jssas.2013.12.001.

N. Kara, D. Katar, H. Baydar: Yield and Quality of Black Cumin (Nigella sativa L.) Populations: The Effect of Ecological Conditions. In: Turkish Journal of Field Crops. 20(1), 2015, S. 9–14, doi:10.17557/.23190

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Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Band III. Olms, Hildesheim/New York 1976, ISBN 3-487-05892-8, S. 1970 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1938)

Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Band III. Olms, Hildesheim / New York 1976, ISBN 3-487-05892-8, S. 1970–1974 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1938) 

M. I. Alhazmi, T. N. Hasan, G. Shafi, A. H. Al-Assaf, M. A. Alfawaz, A. A. Alshatwi: Roles of p53 and caspases in induction of apoptosis in MCF- 7 breast cancer cells treated with a methanolic extract of Nigella sativa seeds. In: Asian Pacific journal of cancer prevention: APJCP. Band 15, Nummer 22, 2014, S. 9655–9660, PMID 25520084.

Sewara J. Mohammed, Hassan H. H. Amin, Shujahadeen B. Aziz, et al., Structural Characterization, Antimicrobial Activity, and In Vitro Cytotoxicity Effect of Black Seed Oil, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, vol. 2019, Article ID 6515671, 9 pages, 2019. https://doi.org/10.1155/2019/6515671